Tour de France Wettanbieter: Welche lizenzierten Buchmacher die Rundfahrt tatsächlich führen
Stand: 19 Oktober 2026 · Lizenzen abgeglichen mit der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (Stand 2. Oktober 2026).

Die Tour de France ist ein dreiwöchiges Sportereignis, kein Wochenendspiel. Was den Bookie-Markt angeht, heißt das: ein einziges Rennen erzeugt 21 Etappenmärkte, vier Trikotwertungen und eine Fülle von Duell- und Livewetten — und wer darauf setzen will, gerät in Deutschland automatisch in den Bereich des Glücksspielstaatsvertrags. Wer hier ohne deutsche Erlaubnis anbietet, betreibt unerlaubtes Glücksspiel. Wer ohne Lizenz spielt, hat schlicht keinen der Schutzmechanismen zur Seite, die das deutsche Reglement aufgebaut hat. Auf der anderen Seite steht mit der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder ein öffentliches Register, an dem sich jederzeit prüfen lässt, welche Anbieter legal sind. Die dazugehörigen Buchmacher bilden den Vergleichsraum dieser Seite.
Der Klarheit halber: Die Tour de France 2026 ist gefahren. Sie lief vom 4. bis 26. Juli 2026, begann in Barcelona und endete in Paris, umfasste 21 Etappen über insgesamt 3.245 Kilometer, und Tadej Pogačar holte seinen fünften Gesamtsieg. Wer die Märkte dieser Ausgabe abschließend betrachten will, schaut zurück; wer die Lizenzlandschaft bewertet, mit der die nächste Auflage beginnt, schaut nach vorn. Diese Seite macht das Zweite. Sie zeigt, welche der in Deutschland zugelassenen Anbieter die Märkte führen, die eine dreiwöchige Rundfahrt verlangt, und was die Bedingungen unter deutschem Recht konkret bedeuten.
Inhaltsverzeichnis
- Ranking: Zehn Wettanbieter für die Tour de France im Überblick
- Was Tour de France Wetten ausmacht — Grundlagen zur Rundfahrt
- Rechtslage: Wer in Deutschland legal auf die Tour de France wetten darf
- Spielerschutz: Limits, OASIS und die Frage, was drei Wochen Renndauer anrichten
- Wettarten und Quoten: Welche Märkte die Rundfahrt trägt
- Etappen, Teams und Wertungen: Der Spielplan der nächsten Tour
- Die zehn Anbieter im Einzelnen
- Was die Buchmacher-Marge über eine Quote verrät
- Häufige Fragen
Ranking: Zehn Wettanbieter für die Tour de France im Überblick
Die folgende Übersicht bildet keine Empfehlung ab — sie bildet den aktuellen Stand der Whitelist ab. Jeder genannte Anbieter ist mit einer deutschen Sportwetten-Erlaubnis eingetragen; die Erlaubnisinhaberin und der Tag der ersten Erlaubnis sind aus der Whitelist übernommen, mit Stichtag 2. Oktober 2026. Die Reihenfolge folgt der Numerierung der Whitelist-Lizenzkarten, sie ist kein Qualitätsurteil.
| Marke | Erlaubnisinhaberin (GGL-Whitelist) | Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| ODDSET | ODDSET Sportwetten GmbH (Bescheid Regierungspräsidium Darmstadt) | 18.11.2020, Folge 15.12.2022 |
| Tiptorro | Torro Tec Limited, Malta | 30.06.2021, Folge 27.12.2022 |
| Winamax | WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021, Folge 08.12.2022 |
| VBet | SCGO Limited, St. Julian’s (Malta) | 05.12.2023 |
| Sportingbet | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020, Folge 21.12.2022 |
| Betano | Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021, Folge 16.12.2022 |
| NEO.bet | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020, Folge 22.12.2022 |
| Betway | Betway Limited | 09.03.2021, Folge 23.12.2022 |
| Bet3000 | I.B.C. Sportsbetting Limited, Sliema (Malta) | 22.04.2026 |
| Interwetten | Interwetten Gaming Limited, Sliema (Malta) | 02.11.2020, Folge 27.12.2022 |
Was die Spalten nicht zeigen: Welche dieser Anbieter die Tour de France tatsächlich mit allen relevanten Märkten listen — Gesamtsieg, Etappensieg, Trikotwertungen, Duell — und mit welcher Quotierung sie das tun, ist im Wettprogramm jedes Hauses zu prüfen. Keine Lizenz garantiert eine bestimmte Marktbreite. Auch die Frage, ob ein Anbieter Live-Quoten während der laufenden Etappe überhaupt anbieten darf, hängt am Markt und am Gesetz — der Glücksspielstaatsvertrag lässt Livewetten nur auf das Endergebnis oder auf klar abgegrenzte Sportereignisse während des Rennens zu. Die zehn Blöcke unten arbeiten das pro Anbieter heraus.
Was die Rundfahrt als Wettobjekt besonders macht
Drei Wochen. Einundzwanzig Etappen. Vier Trikotwertungen, die sich täglich umschichten können. Eine Ausreißergruppe, die das Feld zwei Minuten hinter sich lässt, eine Windkante 60 km vor dem Ziel, ein Sturz im Feld — und die Quoten, die am Morgen standen, sind Schnee von gestern. Für Wettanbieter ist die Tour kein Ereignis, an dem man einen Markt aufmacht und ihn über Wochen stehen lässt; sie ist eine Folge von Märkten, deren Zustand sich nach jedem Rennkilometer neu justiert. Wer als Anbieter die Tour führen will, muss 21-mal am Tag liefern, vier parallele Gesamtwertungen pflegen und in den Hochgebirgsetappen seine Livewetten-Infrastruktur unter Last testen. Wer als Spieler mitgeht, hat am Ende einer Tour mehr Wetten platziert als in einer ganzen Bundesliga-Saison — und gerade deshalb ist die Frage nach Lizenz, Limit und Marge hier keine Nebensache.
Was Tour de France Wetten ausmacht — Grundlagen zur Rundfahrt
Die Tour de France ist das älteste noch ausgetragene Etappenrennen im Profiradsport und das mit Abstand meistgesehene. Gegründet wurde sie von der Pariser Sportzeitung „L’Auto“, um deren Auflage anzukurbeln; die erste Austragung begann am 1. Juli 1903 mit 60 Fahrern. Heute liegt die Veranstaltung bei der Amaury Sport Organisation (ASO), die das Rennen seit 1992 organisiert. Die Streckenlänge pendelt sich seit dem Dopingskandal von 1998 bei rund 3.500 Kilometern ein; die kürzeste Tour (1903) maß 2.428 Kilometer, die längste (1926) 5.745 Kilometer. Die nächste Auflage folgt dem gewohnten Muster: Grand Départ in einer ausländischen oder französischen Startstadt, eine Mischung aus Flach-, Hügel-, Berg- und Zeitfahr-Etappen, Zieldurchfahrt in Paris, die Schlussetappe üblicherweise an einem Sonntag.

Format der Rundfahrt: 18 UCI WorldTeams sind zur Teilnahme verpflichtet, dazu kommen in der Regel zwei Wildcards. Jedes Team startet seit 2018 mit acht Fahrern (bis 2017 waren es neun). Die Gesamtwertung führt, wer die geringste kumulierte Rennzeit aufweist; das gelbe Trikot ist ihr sichtbares Zeichen. Daneben existieren drei weitere Wertungen mit eigenem Trikot: das grüne Trikot für die Punktesprintwertung, das gepunktete Trikot für die Bergwertung und das weiße Trikot für die beste Nachwuchsfahrerin, beziehungsweise den besten Nachwuchsfahrer unter 26 Jahren. Diese vier Trikotwertungen sind es, die einem Wettanbieter vier lang laufende Outright-Märkte bescheren — einen pro Trikot, dazu den Tagessieger jeder Etappe, und das alles über drei Wochen hinweg.
Rekordsieger der Gesamtwertung sind fünf Fahrer mit jeweils fünf Siegen: Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault, Miguel Indurain und Tadej Pogačar, der die Sammlung 2020, 2021, 2024, 2025 und 2026 komplettierte. Das Gewinnen einer Tour ist eine Karriere-Leistung, kein Sprint-Ergebnis — und entsprechend lang sind die Outright-Listen, die ein Buchmacher vor dem Grand Départ pflegt. Ein Buchmacher, der die nächste Tour sauber abdecken will, hält nicht nur 25 bis 30 Fahrer im Angebot für den Gesamtsieg, sondern betreibt zusätzlich den Markt auf jede Etappe, jedes Trikot und eine Reihe von Head-to-Head-Duellen. Was davon am Ende tatsächlich im Programm steht, ist Sache des Hauses.
Wer auf das Radsport-Tab eines Anbieters klickt, sieht dort zumeist drei Rennklassen: WorldTour-Eintagesrennen, die großen Rundfahren (Tour, Giro, Vuelta) und kleinere Etappenrennen. In den Wochen vor dem Grand Départ schwillt das Tour-Angebot an; während der drei Wochen sind Live-Quoten verfügbar; nach der Schlussetappe in Paris fällt das Tour-Angebot zurück auf einen langen Schatten bis zur nächsten Auflage. Wer im Herbst nachsieht, was an Markt übrig ist, sieht oft nur die Futures auf die nächste Tour.
Rechtslage: Wer in Deutschland legal auf die Tour de France wetten darf
Die Frage, wer hierzulande auf die Tour de France Wetten annehmen darf, ist eine Frage des Glücksspielstaatsvertrags 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021. Zuständig ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder, kurz GGL, mit Sitz in Halle (Saale). Sie erteilt die Erlaubnis, Sportwetten im Internet zu veranstalten und zu vermitteln (§ 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV), sie beaufsichtigt die Erlaubnisinhaber und kann Verstöße ahnden (§ 28a). Die Finanzverwaltung kümmert sich um die Sportwettensteuer, nicht die GGL. Wer eine Sportwette anbietet, braucht eine deutsche Erlaubnis; wer eine anbahnt, braucht dieselbe Erlaubnis, gleich ob er die Quoten selbst setzt oder nur weiterleitet.

Was als Erlaubnis zählt, steht in einer einzigen öffentlichen Liste: der Whitelist gemäß § 9 Abs. 8 GlüStV. Sie wird von der GGL gepflegt und ist die einzige verbindliche Quelle, an der sich prüfen lässt, ob ein Anbieter legal ist. Die jüngste hier ausgewertete Liste trägt das Datum 2. Oktober 2026 und verzeichnet 30 Einträge: 27 Inhaberinnen einer Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten), drei reine Pferdewetten-Inhaber. Jede eingetragene Domain endet auf .de — aber eine .de-Endung allein beweist nichts; auf der Whitelist stehen ausschließlich Domains, die auch tatsächlich eine Erlaubnis haben.
Wie eine Erlaubnis entsteht: Eine Ersterlaubnis läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1 GlüStV). Die Whitelist zeigt nur das Ausstellungsdatum, niemals ein Enddatum — wer dort steht, ist aktuell erlaubt; wer dort nicht steht, ist es nicht. Eine Folgeerlaubnis bedeutet, dass die Erlaubnis verlängert oder neu erteilt wurde, nicht dass die alte erloschen ist. Im Ranking oben sind die Ersterlaubnisse 2020 bis 2023 datiert; eine Ausnahme bildet Bet3000 mit Ersterlaubnis vom 22. April 2026 — der jüngste Eintrag in der Stichprobe, weniger als ein halbes Jahr alt zur Whitelist-Aufnahme.
Was die Erlaubnis abdeckt und was nicht: Die Whitelist nennt für jeden Eintrag die Domain und die erlaubte Sparte. Wer eine Sportwetten-Erlaubnis hat, darf Sportwetten annehmen, aber nur auf der Domain, die in der Whitelist steht. Eine Konzession für Automatenspiel, Online-Casino oder Online-Poker ist eine andere Erlaubnis mit anderen Regeln — wer bei einem Anbieter Casino-Spiele spielt, ist damit nicht automatisch für dessen Sportwetten authorisiert. Was innerhalb der Sportwetten-Erlaubnis erlaubt ist, regelt § 21 GlüStV: feste Quoten auf das Ergebnis eines Sportereignisses oder eines Teils davon, einzeln oder in Kombination. Andere Wettformen müssen von der GGL eigens zugelassen sein; das Sportwettprogramm im Sinne von § 21 Abs. 5 ist abschließend.
Was eine Livewette in der laufenden Etappe darf: § 21 Abs. 4 erlaubt Livewetten während eines laufenden Sportereignisses auf das Endergebnis und auf klar abgegrenzte Ereignisse während des Spiels, etwa das nächste Tor, den nächsten Satz. Bei einem Radrennen bedeutet das: Wetten auf den Etappensieger lassen sich bis zur Ziellinie fortschreiben, Wetten auf die nächste Bergwertung sind denkbar, solange sie an klar abgegrenzte Ereignisse anknüpfen. Nicht erlaubt sind Wetten auf Sportler unter 18 Jahren oder auf Amateurrennen; Wettkämpfe unterhalb der 3. Fußball-Liga gelten in der GGL-Praxis als Amateurniveau, im Radsport gilt Entsprechendes für reine Amateurrennen. Auf E-Sport wird in Deutschland nicht gewettet — die GGL erkennt E-Sport nicht als Sport an.
Was eine illegale Plattform kostet: Das Angebot von Sportwetten an Personen in Deutschland ohne deutsche Erlaubnis ist unerlaubtes Glücksspiel (§ 4 Abs. 1 GlüStV). Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine rechtliche Wirkung; was dort erlaubt wäre, wäre hier nicht erlaubt. Die GGL hat am 17. September 2026 ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt, namentlich vor einem Anbieter mit Namen Platincasino. Strafrechtlich sind die Organisierung (§ 284 StGB) und die Werbung (§ 284 StGB) für unerlaubtes Glücksspiel mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bewehrt; die Teilnahme (§ 285 StGB) mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe.
Zivilrechtlich ist die Sache in Bewegung. Der Bundesgerichtshof hat am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem Europäischen Gerichtshof die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; im Ausgangsfall fordert ein Kläger von Tipico über 3.700 Euro Verlust aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt am EuGH, Nicholas Emiliou, hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) die Möglichkeit bejaht, dass unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze verpflichtet werden können, mit einer Ausnahme: wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht übergangsweise nicht durchzusetzen. Ein Endurteil steht aus; eine Erstattung ist niemandem versprochen.
Was das im Klartext heißt: Wer bei einem Anbieter ohne Whitelist-Eintrag spielt, hat kein OASIS, keine LUGAS-Limitdatei, keine Auszahlungspflicht im Insolvenzfall, keine deutsche Aufsicht und damit im Streitfall keinen deutschen Rechtsweg. Wer bei einem Anbieter mit Whitelist-Eintrag spielt, bekommt das alles — aber eben auch das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 Euro, die Pflicht zur ehrlichen Identifikation, den Ausschluss paralleler Konten und die Beschränkung der Live-Märkte. Beide Seiten haben ihren Preis. Die Frage ist, welcher Preis sich für die Tour am Ende rechnet.
Spielerschutz: Limits, OASIS und die Frage, was drei Wochen Renndauer anrichten
Drei Wochen, einundzwanzig Etappen, dazu Zeitfahren und Bergetappen — wer mitläuft, setzt öfter als in jedem anderen Wettsport. Genau deshalb greifen beim Radsport die Schutzregeln des Glücksspielstaatsvertrags besonders sichtbar. Die wichtigsten Stellschrauben im Überblick:
- Volljährigkeit. Teilnahme erst ab 18 Jahren (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Alle Whitelist-Anbieter prüfen das bei der Registrierung.
- Ein Konto pro Anbieter, mit vollständiger Verifikation. § 6a verlangt die Identitätsprüfung; vor der Verifikation darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spielbetrieb mit einem Einzahlungslimit von 100 Euro zulassen und keine Auszahlungen vornehmen.
- Monatliches Einzahlungslimit. Standard sind 1.000 Euro pro Kalendermonat, gerechnet über alle Anbieter hinweg, technisch durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei (§ 6c Abs. 1). Anbieter dürfen für eine Person bis zu 10.000 Euro freigeben, im Ausnahmefall bis 30.000 Euro, höchstens für ein Prozent der aktiven Spielerinnen und Spieler — und nur bei nachgewiesener wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung frühestens nach sieben Tagen.
- Paralleles Spiel verboten. § 6h verbietet das gleichzeitige Spielen bei mehreren Anbietern. Die Aktivitätsdatei LUGAS erkennt, wer parallel eingeloggt ist, und blockiert.
- OASIS-Sperrdatei. §§ 8, 8a: bundesweites Sperrregister, geprüft bei Registrierung und Login; eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn eine Frist angegeben wird, sonst mindestens ein Jahr.
- Panikbutton. § 6i Abs. 3: eine Schaltfläche im Spielerkonto, die sofort eine 24-Stunden-Sperre auslöst.
- Zahlungen nur auf eigene Konten. § 6b Abs. 4: nur von einem Zahlungskonto, das auf den Namen der Spielerin oder des Spielers lautet und bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut geführt wird; anonyme Zahlungsmittel — Krypto, anonyme Prepaid-Produkte — sind ausgeschlossen.
- Spielerguthaben geschützt. Anbieter müssen Spielergelder auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto halten; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühr ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).
Was das für eine Tour de France heißt: Wer über die gesamten drei Wochen mitläuft, setzt mehrfach pro Etappe. Das monatliche 1.000-Euro-Limit ist schnell aufgebraucht, und wer gleichzeitig bei einem zweiten Anbieter spielt, fällt durch die Aktivitätsdatei. Der Panikbutton bekommt im Radsport eine eigene Bedeutung: Wenn der eigene Fahrer bei einer Bergetappe alles verliert, mag der Abendimpuls stark sein — die Taste hilft, ihn in eine klar begrenzte Pause umzusetzen. Wer auf einem Offshore-Anbieter ohne Whitelist spielt, hat von all dem nichts; dort gibt es weder OASIS noch LUGAS, dort ist die Sperre nur ein Mausklick ins Leere.
Hilfe, falls ein Spiel außer Kontrolle gerät, gibt es unabhängig vom Anbieter. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung führt eine Liste anerkannter Beratungsstellen; die erste Anlaufstelle kann zudem der Hausarzt sein, der zu einer spezialisierten Suchtberatung überweist. Anonym, kostenlos, bundesweit.
Wettarten und Quoten: Welche Märkte die Rundfahrt trägt
Die Tour de France ist auf dem Wettschein anders geschnitten als ein Fußballspiel. Es gibt nicht einen Hauptmarkt, der am Anpfiff steht und am Abpfiff ausgewertet wird; es gibt eine Reihe paralleler Märkte, die sich über Tage und Wochen entwickeln.
Gesamtsieg (Outright). Wetten auf den Sieger der Endwertung. Quote wird im Frühjahr eröffnet, bleibt während der Tour beweglich, schließt mit der Ziellinie in Paris. Lange Outright-Märkte sind anfällig für Stürze und Krankheiten; ein Wettanbieter, der die Tour sauber abdeckt, hält diesen Markt auch noch in der vorletzten Woche geöffnet.
Etappensieg. Wetten auf den Sieger der jeweils laufenden Etappe. Tagesmarkt, oft am Vorabend eröffnet, am Morgen des Renntags nachgeschärft, während der Etappe live fortgeschrieben. Über drei Wochen sind das 21 Einzelmärkte, dazu die Prüderien von Bergetappen, bei denen das Feld in mehrere Gruppen zerfällt.
Trikotwertungen. Vier parallele Outrights: Gelbes Trikot (Gesamtwertung), grünes Trikot (Punktewertung), gepunktetes Trikot (Bergwertung), weißes Trikot (Nachwuchswertung). Sie schließen erst mit der Schlussetappe; während der Tour können sich die Favoriten täglich verschieben — Ausreißer, Etappensiege, Punkteabzug.
Head-to-Head-Duells. Zwei Fahrerinnen oder Fahrer, verglichen auf ein klar abgegrenztes Kriterium: Wer gewinnt die Etappe? Wer liegt in der Gesamtwertung vorn? Wer holt die meisten Punkte? Solche Duell-Märkte sind oft leichter zu lesen als Outrights, weil der Buchmacher nur zwei Ausgänge bewerten muss.
Live-Wetten während der Etappe. Was erlaubt ist, steht in § 21 Abs. 4 GlüStV: Wetten auf das Endergebnis und auf klar abgegrenzte Ereignisse während des Rennens. Bei einem Radrennen heißt das: Wetten auf den Etappensieger lassen sich bis zur Ziellinie fortschreiben, Duell-Märkte ebenfalls. Was nicht erlaubt ist: Wetten auf Mikroereignisse, die der Anbieter selbst konstruiert („nächste Kurve rechts“ als Wettobjekt). Der Anbieter hat hier einen schmalen Grat.
Cash Out. Der Buchmacher kauft dem Spieler die offene Wette vor dem eigentlichen Ergebnis ab — gegen einen Abschlag. Ob und wie Cash Out angeboten wird, ist eine Funktion des Anbieters, nicht des Gesetzes; eine einheitliche gesetzliche Regelung dazu gibt es im Glücksspielstaatsvertrag nicht. Was ein Buchmacher als Cash Out anbietet, ist Sache seiner AGB.
Quoten und Marge. Jede Quote trägt eine Marge. Die Marge ist der Anteil, den der Buchmacher von jedem eingesetzten Euro einbehält — über die gesamten Ausgänge eines Marktes hinweg gerechnet. Für eine Zwei-Wege-Wette, die zu 1,90 / 1,90 quotiert ist, liegt die Auszahlungsquote rechnerisch bei etwa 95 Prozent, die Marge bei etwa 5 Prozent. Wer das nachrechnet, kommt auf den Schwellenwert: zwei identische Quoten addieren sich zu 2/Quote; eins durch diesen Wert ergibt die Auszahlungsquote. Bei mehreren Ausgängen gilt dieselbe Rechnung mit allen Kehrwerten. Die Marge erscheint nirgends als Zahl auf dem Wettschein; sie ist die Differenz zwischen dem, was die Wettenden zusammen einsetzen, und dem, was der Buchmacher im statistischen Mittel wieder auszahlt. Bei langen Outright-Listen ist die Marge typischerweise höher als bei einem einzelnen Etappensiegermarkt, weil der Anbieter bei jedem einzelnen Fahrer ein Stück Risikopuffer einpreist.
Was das im Alltag bedeutet: Wer eine Tour-Wette platziert, kauft keinen Markt, sondern einen Markt mit eingebautem Abschlag. Wer drei Wochen lang mitläuft, bezahlt diesen Abschlag drei Wochen lang. Wer den eigenen Fahrer auf jeder Etappe spielt, statt auf eine einzige Outright, vervielfacht die Marge, die er entrichtet.
Was die Sportwettensteuer macht. Auf jede Wette, die bei einem in Deutschland lizenzierten Anbieter abgeschlossen wird, fällt die Sportwettensteuer nach §§ 16-25 RennwLottG an, 5,3 Prozent auf der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, das sind rund 5,03 Prozent des eingezahlten Betrags. Schuldet die Steuer der Veranstalter, nicht der Spieler — die Frage, ob und wie der Anbieter sie an die Wettenden weitergibt, ist Sache seines Hauses; manche Anbieter schlagen sie auf den Einsatz auf, andere ziehen sie vom Gewinn ab, wieder andere werben mit dem Slogan, sie nicht zu erheben. Was ein Anbieter hier macht, steht in seinen AGB; ein Steuersatz von 5,3 Prozent allein verrät nichts über eine Lizenz, denn die Steuer fällt auch bei unlizenzierten Anbietern an.
Etappen, Teams und Wertungen: Der Spielplan der nächsten Tour
Die Tour de France folgt Jahr für Jahr demselben Skelett: ein Grand Départ, irgendwo in Frankreich oder im Ausland; eine Eröffnungsetappe, meist im Sprint oder im Zeitfahren; zwei oder drei schwere Gebirgsblöcke; ein Einzelzeitfahren, das die Gesamtwertung sortiert; eine Etappe zu den Pyrenäen oder den Alpen; eine Übergangsetappe am Vorabend; und am Sonntag die Prozession nach Paris mit der letzten Sprintankunft auf den Champs-Élysées. Die genaue Streckenführung steht erst zur Bekanntgabe fest; für die im Sommer 2026 ausgetragene Auflage war sie besonders markant: Barcelona eröffnete, Paris schloss, 21 Etappen, 3.245 Kilometer.
Die Mannschaften: 18 UCI WorldTeams sind zur Teilnahme verpflichtet, zwei weitere Teams werden in der Regel per Wildcard eingeladen. Jedes Team startet mit acht Fahrern — in Summe also rund 160 Starter pro Tour. Die Mannschaftsstärke ist ein wettbarer Faktor: Wer eine schwächere Equipe hat, kann im Hochgebirge weniger Helfer nach vorn fahren; wer eine starke Zeitfahr-Mannschaft hat, gewinnt Sekunden im Kampf gegen die Uhr.
Wertungen, die eigene Märkte tragen: Das gelbe Trikot (Gesamtklassement) folgt der addierten Rennzeit; wer jeden Tag vorne liegt, trägt es. Das grüne Trikot (Punktewertung) wird über Zwischensprints und Etappenankünfte vergeben; Flachland-Sprinterinnen und -Sprinter sind hier typischerweise vorn. Das gepunktete Trikot (Bergwertung) folgt den ersten beiden Bergwertungen auf jeder Etappe — Kletterinnen und Kletterer sammeln hier ihre Punkte. Das weiße Trikot (Nachwuchswertung) führt die beste Fahrerin oder den besten Fahrer unter 26 Jahren.
Wer auf den Gesamtsieg wettet, wettet auf einen Monat Rennkilometer. Die längste jemals ausgetragene Tour dauerte 5.745 Kilometer (1926), die kürzeste 2.428 Kilometer (1903). Heute pendelt die Strecke um die 3.500 Kilometer, mit Spitzen darüber, wenn das Gesamtprogramm Bergetappen und Transfers lang macht. Was eine Tour lang ist, wird daran deutlich, dass sie über drei Wochen ein komplettes Saisonsegment füllt — kürzer als eine Straßen-WM, länger als jede andere Rundfahrt.
Was die nächste Auflage macht: Der Termin der nächsten Tour steht traditionell Ende Juni bis Ende Juli; Start- und Zielorte werden im Herbst des Vorjahres vorgestellt, die genaue Streckenführung im Frühjahr. Wer vor dem Grand Départ plant, sieht zumeist eine Wettquote auf 25 bis 30 Fahrer für den Gesamtsieg, eingereiht nach Wahrscheinlichkeit; wer während der Tour plant, schaut auf die Live-Etappensieger-Märkte.
Die zehn Anbieter im Einzelnen
Die folgenden zehn Blöcke zeichnen für jeden Anbieter das Bild, das die Whitelist, die eigenen Angaben des Hauses und der Blick auf das Sportwettprogramm ergeben. Was die Runde Tour-spezifisch abdeckt, hat jeder Anbieter selbst in der Hand — entscheidend ist am Ende, was auf der eigenen Seite steht.
ODDSET — staatlich konzessionierter Anbieter mit schmalem Wettprogramm
ODDSET gehört zu den ältesten Sportwettenmarken Deutschlands, eingebettet in die LOTTO-Landschaft. Die Erlaubnis trägt die ODDSET Sportwetten GmbH, ausgestellt vom Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15. Dezember 2022; die GGL ist aufsichtsführend. Das klingt nach doppelter Sicherheit — landesbehördlicher Bescheid plus bundesweite Aufsicht — und genau das ist es: Die Erlaubnis ist älter als der aktuelle Glücksspielstaatsvertrag, sie gilt aber nur auf der Whitelist-Domain. Was ODDSET von vielen Mitbewerbern unterscheidet, ist das zurückhaltende Sportwettprogramm; was den Radsport angeht, ist das Programm in der Regel auf die großen Rundfahrten und Tagessieger konzentriert, weniger auf Livewetten als bei den spezialisierten Online-Buchmachern.
Der Vorteil zeigt sich da, wo die Frage nach der Lizenz aufkommt: Die ODDSET-Erlaubnis ist über die deutsche Lottostruktur doppelt abgesichert und auf eine deutsche GmbH ausgestellt; im Streitfall ist der Ansprechpartner ein deutsches Verwaltungs- und Aufsichtssystem. Wer auf Nummer sicher gehen will, dass die Lizenz zuverlässig steht, hat hier eine einfache Antwort. Der Nachteil zeigt sich in der Breite: Wer auf 25 Fahrer im Gesamtsieg-Outright wettet, sucht bei ODDSET eher vergeblich nach einer breiten Quote-Tiefe.
Verdikt: Wer einen verlässlichen, deutschen Anbieter mit ruhiger Lizenz sucht und mit einem schmaleren Programm zufrieden ist, liegt richtig; wer eine breite Quote-Tiefe für die Tour sucht, sollte vorher ins Wettprogramm schauen.
Tiptorro — Marke mit Tipico-Logik und breitem Programm
Tiptorro ist im App Store als „Tiptorro“ gelistet; hinter der App steht die Torro Tec Limited, Malta, die sich selbst als „behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder“ beschreibt. Die Erlaubnis auf der Whitelist trägt eine Ersterlaubnis vom 30. Juni 2021 und eine Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Tiptorro gehört in den weiteren Verbund der Tipico-Gruppe und teilt mit dieser das technische Rückgrat — Programmlogik, Quotenfeed, Cash-Out-Mechanik.
Was das für die Tour bedeutet: Die Programmlogik ist auf Breite angelegt, der Quotenfeed bewegt sich mit dem internationalen Wettmarkt, Cash Out steht als Standardfunktion zur Verfügung. Tour-spezifisch heißt das in der Regel: alle vier Trikotwertungen, breite Etappensieger-Listen, Head-to-Head-Duelle, Live-Quoten, dazu eine eigene Tour-Startseite, sobald das Grand Départ naht. Wer einen Anbieter sucht, der Radsport als reguläre Sportart behandelt und nicht als Nischen-Spielerei, ist hier gut aufgehoben.
Verdikt: Tiptorro bringt das mit, was eine breit angelegte Tour-Wette braucht; die Lizenz ist solide, der Verbund dahinter ist groß genug, dass auch am 14. Etappentag die Live-Quoten nicht zusammenbrechen.
Winamax — null Prozent Wettsteuer als Werbeschlag
Winamax bewirbt seine Sportwetten auf der eigenen Seite mit dem Slogan „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“. Die Werbung verweist auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen in den Sportarten Fußball, Tennis und Handball, die zwischen dem 1. April 2025 und dem 30. August 2025 ausgewertet wurden und bei denen Winamax in 45 Prozent der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Die Erlaubnis auf der Whitelist trägt die WINAMAX (Société anonyme); erste Erlaubnis 29. Juni 2021, Folgeerlaubnis 8. Dezember 2022. Winamax ist in Frankreich verwurzelt und in Deutschland seit der Lizenzwelle 2020/21 mit einer Sportwetten-Erlaubnis aktiv.
Was die Werbung verschweigt: Die Odoxa-Studie deckt drei große Ballsportarten ab, nicht den Radsport. Die Quote-Tiefe, die Winamax im Mainstream-Markt zeigt, ist nicht ohne Weiteres auf die Tour de France übertragbar. Die Werbung mit „0 % Wettsteuer“ wiederum bedeutet konkret, dass der Anbieter die Steuer selbst trägt und nicht auf den Einsatz oder den Gewinn aufschlägt; das ist im deutschen Markt ein erkennbares Verkaufsargument, aber kein struktureller Vorteil für das Radsport-Wettprogramm.
Was das für die Tour heißt: Wer auf den Slogan hin klickt, sollte das Radsport-Tab vor dem ersten Tipp prüfen. Es kann dünner ausfallen als das Fußball-Tab. Wer mit Blick auf die Steuer kalkuliert, sollte die Quoten vergleichen — eine um 5 Prozent reduzierte Steuer nutzt wenig, wenn die Quote 10 Prozent unter dem Wettbewerb liegt.
Verdikt: Winamax ist ein Wettanbieter, der seine Stärke im Mainstream und in der Werbung hat; für die Tour de France heißt das: vor dem ersten Tipp das Radsport-Tab prüfen, ob die Quote-Tiefe trägt, was der Slogan verspricht.
VBet — neue Erlaubnis mit überschaubarer Tour-Präsenz
VBet tritt in Deutschland unter Vbet.de auf; Erlaubnisinhaberin ist die SCGO Limited mit Sitz im Luxe Pavilion, 2nd Level, Diamonds International Building, Portamas, STJ 4010, St. Julian’s, Malta. Die Whitelist führt die Sportwetten-Erlaubnis seit dem 5. Dezember 2023 — eine Erlaubnis ohne Folgeerlaubnis bislang, was bei einer Ersterlaubnis aus 2023 nicht ungewöhnlich ist (die Fünf-Jahres-Frist läuft). VBet ist international als Buchmacher aktiv, in Deutschland vergleichsweise jung auf der Whitelist.
Was die Tour angeht, ist das Programm in der Regel auf die großen Rundfahrten beschränkt; die Quotenfeed-Mechanik und das Livewetten-Angebot orientieren sich am internationalen Mutterhaus. Wer hier wettet, sollte realistisch einplanen, dass die Quote-Tiefe im Radsport nicht mit einem auf deutsche Breite angelegten Anbieter mithalten muss.
Verdikt: Eine aktuelle Erlaubnis, ein überschaubares Programm; wer einen Wettanbieter mit klarer Lizenz und einem Mainstream-Angebot sucht, liegt richtig, wer eine breite Radsport-Tiefe sucht, sollte das Wettprogramm prüfen, bevor er sich festlegt.
Sportingbet — Konfigurator+ und Mehrevent-Kombinationen
Sportingbet führt in Deutschland sein Angebot; Erlaubnisinhaberin ist die Sportingbet (Deutschland) Limited, erste Erlaubnis 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis 21. Dezember 2022. Das Angebot des Hauses umfasst einen „Konfigurator+“, mit dem sich Auswahlen aus verschiedenen Partien kombinieren lassen, sowie Live-Wetten. Im Sportarten-Portfolio listet das eigene Auftreten Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker — Radsport taucht in dieser Liste nicht auf.
Was das für die Tour bedeutet: Ein fehlender Eintrag in der eigenen Liste heißt nicht zwingend, dass die Tour nicht geführt wird; es heißt, dass das Marketing die Sportartenliste entlang der Breitenwirkung zusammenstellt. Wer mit dem Konfigurator+ aus mehreren Etappen kombinieren will, hat ein Werkzeug, das solche Kombinationen explizit anbietet; wer einen reinen Radmarkt sucht, sollte das Tour-spezifische Tab im Voraus prüfen.
Verdikt: Ein Anbieter mit ausgewiesenem Kombinationswerkzeug und Lizenz; für die Tour-Wette taugt er, wenn die Etappen im Konfigurator auch tatsächlich abrufbar sind — was im Voraus zu prüfen ist.
Betano — Live-Streaming und Bet Builder
Betano ist in Deutschland vertreten, hinter der App „Betano Sportwetten und Slots“ steht die KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED. Die Whitelist-Erlaubnis trägt die Betkick Sportsbetting Limited; erste Erlaubnis 19. Februar 2021, Folgeerlaubnis 16. Dezember 2022. Betano wirbt mit drei Werkzeugen, die in der App-Beschreibung namentlich auftauchen: einem Bet Builder, mit dem sich mehrere Märkte eines Spiels kombinieren lassen, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL.
Was die Tour angeht, fällt auf: Weder der Bet Builder noch das Live-Streaming sind in der App-Beschreibung mit dem Radsport verknüpft. Das muss nichts heißen — die Beschreibung folgt dem Marketing, nicht dem Vollprogramm; aber ein Radsport-Stream, der auf einer Tour-Etappe läuft, ist nicht selbstverständlich. Wer auf Etappenbilder wetten will, sollte vorab prüfen, ob der Anbieter für die Tour tatsächlich streamt.
Verdikt: Ein Anbieter mit moderner Werkzeugpalette und Lizenz; für die Tour taugt er, wenn der Radsport-Tab tatsächlich bestückt ist, was eine Vorab-Prüfung im Wettprogramm verlangt.
NEO.bet — deutsche Plattform mit vollzogener Erlaubnis
Hinter NEO.bet steht die Greenvest Betting Limited; die Whitelist führt eine Ersterlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und eine Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. NEO.bet tritt bewusst deutsch auf — Sprache, Supportzeiten, Zahlungsmethoden — und versucht, sich von den internationalen Marken mit Maltasitz abzuheben. Die Lizenzstruktur entspricht dem Mainstream deutscher Whitelist-Anbieter: Erlaubnis aus 2020, Folge aus 2022, kein Eintrag mit Endtermin.
Was das für die Tour heißt: NEO.bet gehört zu den Anbietern, die Radsport als feste Sportart im Programm führen; Tour-Etappen, Gesamtsieg-Outrights und Live-Quoten sind typischerweise vorhanden. Ein sichtbares Alleinstellungsmerkmal gegenüber den etablierten Mitbewerbern sucht man in der Außenkommunikation allerdings eher vergeblich — NEO.bet wirbt mit der Lizenz und der deutschen Ausrichtung, weniger mit spektakulären Features.
Verdikt: Ein solider Mittelständler unter den Whitelist-Anbietern; wer einen deutsch aufgestellten Anbieter ohne Marketing-Großsounds sucht, liegt hier richtig. Wer die Quote-Tiefe im Radsport vergleicht, sollte sie mit den anderen Mitbewerbern direkt nebeneinander stellen.
Betway — Cash-Out und Fußball-Fokus
Betway tritt in Deutschland auf, Erlaubnisinhaberin ist die Betway Limited; erste Erlaubnis 9. März 2021, Folgeerlaubnis 23. Dezember 2022. Die App-Beschreibung im Apple App Store hebt zwei Funktionen hervor: Cash Out, das unter „Meine Wetten“ über das grüne Symbol ausgelöst wird und für den gesamten Betrag oder einen Teil erfolgen kann, sowie einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, der in der Variante „Konfigurator+“ Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert.
Was die Tour angeht: Beide genannten Funktionen sind im Radsport nicht vorgesehen — der Konfigurator wird explizit für Fußballspiele beschrieben, das Cash-Out-Symbol funktioniert wettartunabhängig, ist aber umso nützlicher, je mehr Live-Märkte der Anbieter während einer Etappe führt. Im Übrigen ist Betway international aufgestellt, mit einem breiten Sportartenportfolio. Ob der Radsport-Tab die Tour in voller Breite abbildet, ist eine Vorab-Frage.
Verdikt: Ein international aufgestellter Anbieter mit Fokus auf Fußball; für die Tour ist die Radsport-Tiefe vorab im Programm zu prüfen.
Bet3000 — frische Erlaubnis seit April 2026
Bet3000 tritt in Deutschland auf, Erlaubnisinhaberin ist die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Lyons Range Court, Flat Nr. 1, Triq Bisazza, SLM 1640, Sliema, Malta. Die Whitelist-Erlaubnis für Bet3000.de datiert vom 22. April 2026 — der jüngste Eintrag in dieser Aufstellung, zur Whitelist-Aufnahme am 2. Oktober 2026 also erst wenige Monate alt. Eine Folgeerlaubnis gibt es naturgemäß noch nicht.
Was das bedeutet: Wer bei Bet3000 spielt, spielt bei einem Anbieter, dessen deutsche Erlaubnis kaum ein halbes Jahr alt ist; der Eintrag steht, aber die Historie als Whitelist-Anbieter ist kurz. Bet3000 tritt im deutschen Markt als Wettanbieter mit stationärer Geschichte und Online-Anschluss auf; das Radsport-Tab ist typischerweise Teil des Angebots. Wer hier spielt, sollte die Quote-Tiefe im Voraus prüfen — eine junge Erlaubnis heißt nicht automatisch ein junges Wettprogramm, aber auch nicht automatisch ein ausgereiftes.
Verdikt: Ein Anbieter mit neu erteilter Whitelist-Erlaubnis; vor dem ersten Tipp lohnt sich ein Blick auf das Radsport-Tab, um die Tiefe des Tour-Angebots zu bestätigen.
Interwetten — gestandene Marke mit langer Whitelist-Geschichte
Interwetten tritt in Deutschland auf, Erlaubnisinhaberin ist die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Tigne‘ Point, Sliema, Malta. Die Erlaubnis trägt das Datum 2. November 2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Interwetten gehört zu den Marken, die das deutsche Lizenzregime von Anfang an mitgemacht haben und entsprechend früh auf der Whitelist stehen — die Erlaubnis ist älter als die meisten Mitbewerber.
Was das für die Tour bedeutet: Eine etablierte Marke mit langer Lizenzhistorie, einem breit angelegten Sportartenportfolio und einer Quote-Tiefe, die im Radsport typischerweise sowohl Outright-Sieger als auch Etappensieger abdeckt. Cash Out, Livewetten und ein Bet Builder sind Stand der Dinge; wie sie im Radsport umgesetzt sind, hängt am Haus. Wer eine Marke sucht, die seit sechs Jahren Whitelist-konform arbeitet, hat hier eine ruhige Adresse.
Verdikt: Eine gestandene Marke mit lizenzhistorischer Bestätigung; für die Tour taugt sie, wenn das Radsport-Tab die Etappen tatsächlich abbildet — was in der Regel der Fall ist, aber vor dem ersten Tipp zu prüfen bleibt.
Was die Buchmacher-Marge über eine Quote verrät
Eine Quote ist kein Geschenk. Sie trägt eine Marge, und die Marge entscheidet darüber, welcher Anteil des Einsatzes im statistischen Mittel beim Anbieter bleibt. Eine einfache Rechnung zeigt das: Für eine Zwei-Wege-Wette, die zu 1,90 / 1,90 quotiert ist, ergibt sich die Auszahlungsquote als eins durch die Summe der Kehrwerte der einzelnen Quoten, also 1 / (1/1,90 + 1/1,90). 1/1,90 sind rund 0,5263; addiert sind das rund 1,0526; eins durch diesen Wert sind rund 0,95. Das bedeutet: Von jedem Euro, der auf diesen Markt gesetzt wird, zahlt der Anbieter im statistischen Mittel rund 95 Cent wieder aus; die restlichen rund 5 Cent — die Marge — bleiben bei ihm. Bei einem 100-Euro-Einsatz zu Quote 1,90 liegt der Brutto-Rückfluss bei 190 Euro; zieht man die Marge ab, bleiben rund 180,50 Euro Auszahlung im Mittel. Bei einem 1.000-Euro-Einsatz entsprechend das Zehnfache, die Marge entsprechend mit.
Diese Rechnung gilt für jeden einzelnen Markt — Etappensieger, Gesamtsieg, Duelle — und jede einzelne Quote. Bei Märkten mit vielen Ausgängen steigt die Marge typischerweise, weil mehr Risiko eingepreist wird; ein Outright-Sieg auf einen Außenseiter mit Quote 50 trägt mehr Marge als ein Favoritensieg mit Quote 1,20. Wer die Tour drei Wochen lang mitläuft und auf jeder Etappe den Tagessieger tippt, zahlt die Marge 21-mal — einmal pro Etappe, zusätzlich zu den Outrights auf Gesamtsieg und die vier Trikots. Über die ganze Tour summiert sich das.
Was der Anbieter mit der Marge macht: Er bestreitet davon den Betrieb, das Livewetten-Personal, das Marketing, die Lizenzgebühren und die Steuer an das Finanzamt. Was beim Spieler bleibt, ist eine Quote, die im Mittel 90 bis 95 Prozent des Einsatzes zurückgibt — bei gut gemanagten Märkten etwas mehr, bei langen Outright-Listen etwas weniger. Wer auf der Whitelist spielt, hat daneben den Vorteil, dass die Sportwettensteuer transparent ausgewiesen wird und das Limit von 1.000 Euro pro Monat dafür sorgt, dass nicht auf einen Schlag das gesamte Monatsgehalt in einem Markt landet.
Was das in Euro heißt: Wer eine 50-Euro-Wette auf einen Etappensieger zu Quote 2,50 platziert, gewinnt im Erfolgsfall 125 Euro brutto; davon zieht der Anbieter die Marge seines Marktes ab und schlägt gegebenenfalls die Steuer auf. Im Verlustfall sind die 50 Euro weg; im Mittel über eine Reihe von Wetten verliert der Spieler etwa 5 Cent pro eingesetztem Euro an die Buchmacher-Marge. Das ist die nüchterne Mechanik hinter jeder Sportwette, und sie gilt auch bei der Tour.
Häufige Fragen
Wo kann man in Deutschland legal auf die Tour de France wetten?
Legal ist eine Wette auf die Tour de France in Deutschland nur bei einem Anbieter, der eine Sportwetten-Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder besitzt. Diese Erlaubnis lässt sich an der Whitelist der GGL prüfen, dem einzigen amtlichen Register nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Anbieter ohne Whitelist-Eintrag sind unerlaubt, auch wenn sie eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Anjouan vorweisen.
Welche Wettarten gibt es bei der Tour de France?
Das Standardrepertoire umfasst den Gesamtsieg-Outright, den Etappensieger pro Etappe, die vier Trikotwertungen (gelb, grün, gepunktet, weiß) sowie Head-to-Head-Duelle auf Fahrerinnen und Fahrer. Live-Wetten während der Etappe sind auf das Endergebnis und klar abgegrenzte Ereignisse während des Rennens beschränkt, wie § 21 Abs. 4 GlüStV festlegt. Cash Out ist eine Funktion des Anbieters, nicht des Gesetzes.
Wann fand die Tour de France 2026 statt — und wann beginnt die nächste Auflage?
Die Tour de France 2026 lief vom 4. bis 26. Juli 2026, begann in Barcelona und endete nach 21 Etappen und 3.245 Kilometern in Paris; Gesamtsieger wurde Tadej Pogačar. Wetten auf die kommende Auflage sind möglich, sobald die Buchmacher ihre Outright-Listen im Folgejahr eröffnen; Strecke und Etappen werden üblicherweise im Herbst des Vorjahres vorgestellt, die genauen Etappenorte folgen im Frühjahr.
Welche Livewetten sind während einer laufenden Etappe erlaubt?
Während einer Etappe sind Livewetten auf das Endergebnis der Etappe sowie auf klar abgegrenzte Ereignisse im Rennen erlaubt, etwa auf den Ausgang einer Bergwertung. Grundlage ist § 21 Abs. 4 GlüStV. Wetten auf Mikroereignisse, die der Anbieter eigenständig konstruiert, sind nicht zulässig; der Anbieter haftet dafür, dass sein Livewetten-Programm innerhalb dieses Rahmens bleibt.
Wie berechnet sich die Auszahlung einer Wette, und was bedeutet die Marge?
Eine Wette zu Quote Q zahlt im Gewinnfall den Einsatz multipliziert mit Q aus; bei einem Einsatz von 50 Euro zu Quote 2,50 sind das 125 Euro brutto. Die Marge ist der Anteil des Einsatzes, den der Anbieter im statistischen Mittel einbehält; bei einer Zwei-Wege-Wette zu 1,90/1,90 liegt sie rechnerisch bei rund 5 Prozent. Wer eine Quote annimmt, kauft einen Markt mit eingebautem Abschlag.
Erstellt vom Redaktionsteam „Wettstrategieinfo”.
